Kreativität

Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissen- schaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben. Artikel 271

Das Recht aller Kinder, im Rahmen ihrer Ausbildung an kreativen und kulturellen Aktivitäten teilzuhaben, wie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte klar definiert, ist heute unbestritten. Die Rolle des kreativen und kulturellen Lernens bei der Förderung innovativer, kreativer und wettbewerbsfähiger Wirtschaften wurde bereits umfassend diskutiert. Der derzeitige wirtschaftliche Um- bruch lässt den Bedarf an kreativem Denken und phantasievollen Lösungen noch drängender werden. Wie aus neueren EU-Initia- tiven klar hervorgeht, gibt es einen weltweiten Bedarf an „neuen Fähigkeiten für neue Jobs“.2

Viele dieser Kompetenzen (Fähigkeiten) aus der EU-Agenda zum Lebenslangen Lernen, wie Kritikfähigkeit, Kreativität, Initiative, Prob- lemlösung, Risikobereitschaft und Entscheidungsfindung könnten als Grundlagen für unsere persönliche Erfüllung und Glück gelten. Sie tragen auch nachweislich zu unserem Engagement als Staats- bürgerInnen bei und beeinflussen unsere Beschäftigungsfähigkeit. Kreatives und kulturelles Lernen kann diese Fertigkeiten durch kunst-orientierte und von KünstlerInnen angeleitete Aktivitäten fördern.

Daher ging es im Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Exklusion vorrangig darum, allen BürgerInnen, ins- besondere denjenigen, die am stärksten benachteiligt sind, Zugang zum kreativen und kulturellen Lernen zu verschaffen.